Elternzeit im Mai, ab nach Georgien

1. Mai und los gehts, Bus gepackt, mit Paula diskutiert wie gepackt werden soll, so dass noch Platz im Bus ist. Kann es noch garnicht glauben, dass ich nun einen Monat nix arbeiten soll und wir zu dritt   soo lange unterwegs sind.

Einen Tag zu vor ist die Batterie am Auto noch hops gegangen. Kurz austauschen, von wegen, zwegs Oxidation an den Schrauben, kann das schon Mal den halben Tag dauern.

Die großen kinder verabschiedet. Fands aufregend und a bissl traurig, meinen großen Gregor einen Monat lang nicht zu sehen.

 

 

 

Bjarne hat natürlich auch schon gepackt und kann’s kaum erwarten.

 

Bei der Eingabe ins Navi, „Georgien Tiflis“ zeigt es an 3785km, 43h Fahrzeit. Hört sich doch nicht so schlimm an oder 😂😂

 

 

 

 

Die Route geht über Tschechien, Slowakei, Ungarn, Serbien, Bulgarien, Türkei durch Istanbul am Schwarzen Meer vorbei nach Georgien. Oben rum wär’s um ca. 600 km kürzer aber auch wegen der Ukraine und den Russen viel komplizierter.

Beim ersten Stopp lag die Deutsche Grenze schon hinter uns. Biggerl kauft für Tschechien mit den alten Kronen von paula. Beim anblick des 20 kronenscheins musste die kasiererin lachen und erklärte mir, das der schon seit 20 jahren nicht mehr gilt. Mit Käsbrot und Kaffe und Marmeladbrot weiter durch Tschechien an riesigen Rapsfeldern entlang an Prag vorbei Richtung Ungarn.

2. Mai, vom nächtlichen Stellplatz in der Slowakei 1h bis Bratislava, der Slowakischen Hauptstatt, dort die Beine vertreten mit einem Spaziergang von der Altstadt zur Burg von Bratislava. Von der Hochglanzpolierten Burg gibts nen schönen Blick auf die Donau.

Weiter nach Ungarn, Budapest links liegen lassen (da waren wir schon beide, Bjarne zwar nicht, aber der wird es uns verzeihen). Also direkt zur Grenze, übrigens eine EU Außengrenze nach Serbien. Dort meinen sie`s ernst. Ca. 3h warten, in denen man sich von Ungarischen Fensterputzern an schimpfen lässt, weil man Ihnen zu wenig Geld gegeben hat. Wegen des Bewegungsmangels empfiehlt es sich, das Auto immer von Hand bzw. Bein weiter zu bewegen, man hat ja sonst nix zu tun in der Zeit. Das  Pickerl hatten wir diesmal online gekauft (ist dann übrigens 3,50€ teurer 🙁  ).

Unser nächstes Ziel war die Hauptstadt von Serbien, Belgrad. Unsere Vorstellung der Stadt beschränkten sich auf die Radio und Fernsehnachrichten aus den 90er Jahren, als dort gerade Krieg war. Bis auf ein Hochhaus, dass scheinbar noch aus dieser Zeit stehen gelassen wurde, sah man der Stadt den um sich greifenden Kapitalismus an (IKEA, H&M, DM, C&A, Lidl, etliche Banken …… hatten sich schon im Zentrum eingenistet) , so wird es nicht lange dauern bis diese Stadt auch von der Kapitalismusmade zerfressen wird.

Nach etwas herumgegurke hatten wir im Zentrum an einem kleinen Park einen Parkplatz gefunden und sind nach einem Cevapcici Imbiss zu Fuß durch die Stadt bis wir dann gegen 23 Uhr, erschlagen von den Massen an neureichen Barbesuchern, überfüllten Restaurant Terrassen und übelriechenden Donau Düften ins Bett gefallen sind. Ist ja auch kein Wunder, wenn man das Frühstück in Bratislava macht und das Abendessen einschließlich Stadtspaziergang in Belgrad an einem Tag macht(die Nacht im Bus mitten in der statt war überraschend ruhig).

3.Mai, weiter zur nächsten Grenze Serbien- Bulgarien, dort ging es wesentlich schneller, wir reisten ja auch wieder in die EU ein. Leider kamen wir nur genau dann an der Bulgarischen Grenze an als mittags um 13 Uhr gerade Schichtwechsel war so dass wirt mit unseren Pässen im Grenzhäuschen, 15 min vor dem Grenzhäuschen standen und nix passierte. In Bulgarien wurde die Landschaft dann hügeliger Waldiger und Paulas Meinung nach Ostiger. Eine freundliche Polizeikontrolle wies uns darauf hin, dass In Bulgarien immer mit licht gefahren wird ( und Paula dachte schon sie wird aufgehalten, weil sie zu schnell war)

Sofia durften wir dann zur Mittagszeit erkunden, nachdem wir es geschafft hatten das Parkplatz Rubbel Etikett Rätsel zu knacken (siehe Bild). Gott sei dank hat Paula Studiert, ich hätte das nicht geschaft ;-).

Sofia hat uns sehr gefallen. Eine überschaubare statt mit 1,28 Mio. Einwohnern in der im Zentrum die Moschee, die Synagoge und Orthodoxen Kirche in 5min fußläufiger Entfernung stehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Theater von Sofia

Im Park von Sofia

Mosche

 

Nach einem kleinen Einkauf in der Markthalle, weiter 2,5h in das umliegende Gebirge zum Rilakloster. Kurz vor Rila dann unser zweites Nachtlager in der Natur der Bulgarischen Berge (Natur natürlich immer nur in so weit, dass in den Dörflichen regionen der Müll willkürlich in den Wald oder den Hang hinunter geworfen wird).

4. Mai, (Rila KlosterEine/ NL: 10€ Platz in Istanbul) sehr beeindruckende Klosteranlage, das Rila – Kloster. Was die Handwerker damals so angefertigt hatten, einfach großartig. Das dies natürlich auch im Zusammenhang mit dem Religiösen leben und der Darstellung der Christlichen Geschichte zusammen hängt, ist auch klar. Und natürlich auch immer mit dem erhobenen Zeigefinger, so mit viel Blut, Himmel und Hölle und du du du …. Bin mir ziemlich sicher das die Urväter und Mütter sich so nicht vorgestellt hatten.

Klostereingang

Brotbackofen

Kochlöffel

Suppentopf

ubd jede Menge Touris

In die flucht geschlagen von den Massen die nun aus den Bussen ausgespuckt werden (es lohnt sich wohl solche Orte in der Woche, ganz früh oder spät an zu sehen) weiter in Richtung Türkei. Dort kamen wir relativ schnell über die Grenze, im Gegensatz zu den LKW Fahrern, die in langen Schlangen auf ihre Abfertigung warteten. Nächstes Ziel zum Abend hin, Edirne, kurz nach der Türkischen Grenze. Dort die Beeindruckende Moschee des bekannten Moschee -Architeckten Sinan besichtigen. Eine seiner Größten Kuppel in einer Moschee. ….von wegen EINE Moschee, Paula drängte zu zur Besichtigung aller drei Moscheen die in der nahen Umgebung erreichbar waren. Jaaaa, ich gebs ja zu es war schon beeindruckend.

Mosche in Edirne an der Türkischen Grenze

Jetzt endlich Abendessen mit Original Türkischer Kuttelsuppe

Kuddelsuppe, Paula wollte se net essen

bei Minarettgesang und einem sehr netten Ober, der sich so lang um Bjarne gekümmert hat bis wir gegessen hatten.

Bester Ober

An diesem Abend kamen wir dann noch bis nach Istanbul mit der Hoffnung, dass nachts um 1 Uhr weniger verkehr ist. Übermüdet , nachts in diese 18 Mio Einwohnerstadt hinein zu fahren ist der Wahnsinn. Es war nämlich überraschend viel Verkehr Wir hatten die Hagia Sophia angesteuert und ich durfte dann bei starkem verkehr und altstattgassengegurke einen Platz finden, wo wir die Nacht verbringen konnten. Wurde dann ein lauter ungemütlicher Platz, auf dem mir ein Typ 10€ abgeknüpft hat und wir dann von 1:30 bis 6 Uhr morgens kurz nächtigten, um dann am
5.Mai ( Istanbul/Morgens: Parkplatz am Bosporus/ Abends NL: Schlammweg im Wald) auf einen richtigen Parkplatz zu fahren, um dort noch ein bisschen schlummern zu können. Frühstück und auf zur Hagia Sophia. Ab in den Turi und Architektonischen Wahnsinn. Muss zugeben die Hagia war auch sehr beeindruckend.

Hagia Sofia


Der Basar hatte leider am Sonntag geschlossen (jetzt müssen wir da nochmal hin (laut Paula)).
Kamen dann noch an einem Süßigkeiten laden vorbei in dem es alle Sorten Türkischen Honigs und Baklawa Teilchen gab.

Leeecker Türckisch Honig

Mit neuem Zukerschub versorgt wollte Paula dann noch in den Palast des Sultans, was mir dann doch zu viel war und ich gleich mit Bjarne zum Auto spazierte, aus dem ich dann das familiäre Treiben im Park beobachten und feststellen konnte, dass es da gerade keinen unterschiebt zwischen Istanbul und Neu Köln in Berlin gibt. Als Paula da war, giengs dann weiter mit der Fähre auf den asiatischen Teil der Türkei, mit der Fähre.

Dort noch mit Melone und Döner versorgt und so 3h (eine davon Stau) weiter in den Osten, ab in den Wald und endlich mal wieder ohne Straßenlärm und 18 Mio Menschen um einen herum schlafen.
6.Mai, (Autobahn zur Schwarzmehrküste/ NL: an der Schwarzmeerküste ) heute viel Autobahn und Bundesstraße, an der Schwarzmehrküste entlang führt eine 4 Spurige Bundesstraße auf der man nie weis wie schnell man jetzt fahren darf. Es gibt erstaunlicher weiße eine Geschwindigkeitsangabe für PKW 82km/h, Minibusse 75 LKW/Bsse 70. Man erahnt nur, wenn man von einem Bus oder LKW, in der Ortschaft mit 100km/h überholt wird, das man warscheinlich zu langsam ist. So braust man dann an geschwindigkeitsbegrenzungen mit Radarhinweis vorbei und hofft, dass diese nicht installiert sind.
7.Mai, (Schwarzmeerküste, Grenz Türkei – Georgien, NL: zuerst auf Kuhwiese dann Polizei)
nach unattraktiven vielen Kilometern an der Türkischen Schwarzmeerküste entlang, einem schönen Nachmittagsimbiss am Strand vom schwarzen Meer, endlich die Grenze.

Bjarnes erstes Bad auf der Autobahn

Mittagessen am Schwarzen Meer

Es war gar-nicht so einfach sich dort zu Orientieren. Im Niemandsland kam es dann auf Grund der klassischen („Mann erzählt der Frau am Steuer wie sie fahren soll“ Situation, zu einem kleinen Streit zwischn uns.
In Georgien angekommen kämpften wir uns erst ma durch den caotischen Verkehr von Battumi. Es gibt viele Autos, viele Kleinbusse und LKW´s, die gefühlt ohne Regle sich auf der Straße bewegen. Irgend wie geht’s aber dann doch. Der Deutsche fährt auf jeden Fall tendenzuiel zu langsam. Endlich aus Battumi heraus, wurde die Temperatur immer heißer und so freuten wir uns dass wir bei 32 Grad ins erfrischende Meer bei Potti eintauchen konnten. Der Strand war zwar äußerst seltsam aber das Wasser war kühl und hat unsere gemüht etwas abgekühlt( verlassene riesige Strandfläche mit halb fertig gebauten Strand – Stegen , Klohäußchen, einer Infrastrucktur die eigentlich für eine Strandpromenade gedacht war aber doch nie fertig gebaut oder gar jemals benutzt wurde).


Weiter auf der suche für ein Nachtlager sind wir in Dörflicher Gegend auf einer netten Kuhweide am Fluss gelandet. Bei netter Abendgeselschaft unter Kühen haben wir zu Abend gespeist und uns schlafen Gelegt,

bis gegen 22 Uhr die Polizei vorbeikam und gemeint hat, „hier nicht gut, Kriminalität hier, besser bei uns an Polizeistation schlafen“, und so bin ich der Polizei (mit Blaulicht,—- das hat sie allerdings immer an—-) gefolgt und wir haben den Rest der Nacht dort verbracht.
Paulas EC-Karte funktioniert nicht beim Geld ab heben???
8.Mai (Sugdidi Basar, Kaukasus, NL: Camping Mestia) tschüs und danke Polizei, weiter nach Sugdidi. Der Hauptstadt von Swanetien an der Grenze zu Ossetien. Eine nette junge Frau hat uns den Weg zum dortigen Basar gezeigt, der sehenswert sein soll. Dieser war für uns übermüdete, anonym Shoppende, Lebensmittel steril Einkäufer ein ziemlicher Kulturschock. Was auch daran liegen könnte, das Paula eine optischer Magnet für die Georgier ist und die Blicke erst mal an Ihr hängen bleiben.


Nach einem erfolgreichen exotischen Einkauf noch ein kleines Frühstich im Kaffee (hauptsächlich wegen dem Toilettenbesuch) und weiter nach Mestia einem kleinen Städtchen im hohen Kaukasus Gebirge. 110Km in 3,5h über Straßen bei denen man nicht während des Fahrens telefonieren sollte oder Fotografieren.

Wieder mal übermüdet endlich in Mestia angekommen, nachmittags schlaf gemacht während Paula bei einem Erkundungsgang im Touristisch belebten Mestia einen schönen Campingplatz gefunden hat. Bei einem Abendlischen Sspaziergang hatten wir noch einen der für diesen Ort bekanten Wehrtürme bestiegen, was ein kleines Abenteuer war. Das wäre so in Deutschlad niiiieeeeeemals möglich.

in 28 m höhe, tolles Gelönder

9.Mai (mit Lift auf Berg NL: Campingplatz Svanland Mestia) immer noch beeindruckt von der Hochgebirgskulisse fahren wir heute mit nem Lift auf den Hausberg von Mestia. Im Winter ist das hier auch ein Skigebiet. Den Tip mit dem Lift und der kleinen Wanderung hatten wir von unseren Campingplatz Nachbarn aus Dresden. Bei herlichem Sonnencreme Wetter wollen wir im Schnee zum nahegelegenen Gipfel stapfen. Doch der weiche Schnee lässt uns nur langsam voran kommen und wir schaffen nur die Hälfte der Strecke, da sonst der Lift zu macht und wir bis ganz nach unten laufen müssen.

Bjarne beim schäckern mit der Hauscheffin Anni

mit Lift uffn Berg

Ich kann Ihn soo verstehen. habe es auch gehasst die einkremerei im Gesicht

schön aber anstrengend das Schneestapfen, gut das Paula so stramme Wadeln hat und den Bjarne immer getragen hat

10.Mai (Happy Birthday Paula) mit Maschrutka (Sammeltaxi) nach Ushguli NL: Mestia) nach einem Geburtstagsfrühstück geht’s heute mit einem Allradtaxi nach Ushguli.

alles Gute zum Geburtstag mein Schatz

sogar mit Kuchen

Das Dorf ist Europas ganzjährig bewohntes, höchstgelegenes Dorf auf ca. 2200m Höhe mit ca. 200 Einwohnern. Es liegt 65km von Mestia entfernt, die Fahrt dauert knapp 2h.

Ushguli

und immer wieder Swanezien Salz im Angebot, natürlich zu fairen Touripreisen

Das mit dem eignen Bus zu machen, was wir kurz überlegt hatten, wäre um diese Jahreszeit noch nicht möglich gewesen, da die Strecke doch ziemlich schlammig und vom Schmelzwasser zerstört war.

ganz schön schmal und steil

Vom Dorf Ushguli aus kann man einige Wanderungen machen. Wir hatten aber nur kurz Zeit, eine von den 7 Kirchen an zu schauen und in Richtung des Shkahras zu laufen, der höchste Berg von Georgien mit 5203m. Zum Geburtstag bekam Paula dann noch eine freie Sicht auf den Gipfel, der meist Wolkenverhangen ist.

der Shkahra

Abends hatten wir noch in einem Restaurant gespeist, mit Georgischer Lifemusik. Die 4 Männer hatten Paula dann auch noch ein georgisches A-Kapella Lied gesungen. War sehr gelungen der Geburtstagsabend.

Kartoffelbrei mit Käse „Taschmdjabi“

11.Mai (Paula: Wanderung, Gerhard: faulenzen mit Bjarne NL: Mestia) Da Paula Ihre Beine nicht stillhalten kann, ist sie heute zum nächsten Gipfelkreuz gelaufen.

Paula allein in den Bergen

In den 5h in denen Sie unterwegs war, wollte ich Bjarne baden und ihn zum schlafen bringen, damit ich schön lesen kann und faulenzen.

Bine im Pool am Kaukasus

Kam natürlich alles anders bei mir. Gebadet hat er noch, doch ein Sturm-Regen hat seinen 20minütigen Schlaf unterbrochen und das wars dann mit meinen Vorstellungen.

12.Mai (fahrt Richtung Tibilisi, Basar Zugdidi, NL: auf Pass bei Kashuri) Abschied aus Mestia und Svanetien weiter Richtung Tiflis, unterwegs noch in Zugdidi zum Basar (diesmal etwas gefasster, beim Kulturschock Bassar), Essen, Gewürzpasten einkaufen und im Kampf mit den Georgischen Verkehrsverhältnissen weiter. Die Fahrt bis zum Nachtlager hat doch wieder den ganzen Tag in Anspruch genommen. Beim Nachtlager- Platz hatten ein paar georgische Männer bei strömenden Regen ein mords Feuer gemacht. Wollte wissen was das für Typen sind und bin hin. Verständigung war leider nicht möglich. Nach dem Sie mir aber eine kleine Flasche Schnaps geschenkt hatten, dachte ich die werden schon in Ordnung sein.

13.Mai, (kurz nach Tibilisi, weiter zum Felsenkloster Dawit Garedscha), um eine Georgische SIMkarte zu kaufen wollte ich kurz nach Tiflis rein. Der Verkehr dort lies mich etwas gereizt und fluchtartig wieder den Weg aus der Stadt nehmen. Die haben dort vierspurige Straßenkreuzungen ohne Ampeln???? geht garnicht, —geht doch!! aber….. .Bei der Flucht aus der Stadt, hielten wir dann doch nochmal an einer Straße, die nach Handyläden aussah und tatsächlich, Paula kam zu Ihrer Akkureparatur für 30Lari (der ließ sich nicht mehr zuverlässig laden, schon seit nem halben Jahr ) und ich zu meinen 20GB Daten für 30 Lari (10€).

Weiter zum Kloster. Das Navi schlug den Kürzesten weg vor und was soll man sagen. Wieder mal ein Phänomen was so alles möglich ist im Straßenverkehr. Baustelle im vollen Betrieb vom Verkehr befahren, vierspurige Bundesstraße wird auf die ganze Breite aufgerissen bei vollem Verkehr, folge niemals dem NAVI, dem kürzesten Weg, wenn der Reiseführer einen anderen Weg vorschlägt. Bei einem Straßenabschnitt hat netterweise ein Militär-Truck auf uns gewartet, falls der Bus umkippt oder stecken bleibt.

der spannenste Teil unserer 3h Feldweg fahrt, die mittlere Spur war es, aber nur sehr sehr knap

leider waren wir zu aufgeregt um den wirklich spannenden Teil zu filmen

und immer wieder Hirten mit Ihren Rindern, hmmm alles Biofleisch in Georgien

Der zum teil vierspurige Feldweg, ging an einer georgischen Militär Anlage vorbei und dann entlang der Aserbaidschanischen Grenze, bis wir dann doch endlich am Kloster ankamen nach 30km in ca. 2h.

Das Kloster war sehr beeindruckend. Auch deshalb, da man einen Teil der Anlage unter den Augen der Aserbaidschanischen Grenzsoldaten mit MG in der Hand erkundet. Der stillgelegte Teil der Anlage befindet sich nämlich auf der anderen Bergseite in Aserbaidschan. Die Bilder sprechen für sich.

Klostereingang

In den Fels eingeschlagene Wohnzellen, tatsächlich noch in Betrieb

auf der Aserbeidschanischen Seite die Klosterhölen aus dem 6 Jh.

Paula gerade noch in Georgien rechts der Eisenstäbe, links Aserbaidschan

Blick nach Aserbaidschan

An diesem Abend hatten wir den bisher schönsten, stillsten, saubersten (tatsächlich nirgend wo Müll) Nachtlagerplatz. Mit dem Schauspiel der untergehenden Abendsonne in der ein Kuhhirte die Kühe über die Hügelberge zum See und dann nach Hause in den Stall getrieben hat (und er war nicht immer nett zu seinen Viechern, man hat ihn nicht verstanden was er da geschrien hat, aber die Tonlage hat ausgereicht um zu erahnen, was er seinen Kühen da so alles hinterher schreit)

ausreichend Platz für Bjarne zum herumtoben ;-))

Bester Spagettiessensplatz

beste Abendsonne

14.Mai (fahrt nach Lagodegi Nationalpark über Bodbe Kloster, Sighnaghi, NL: Parkplatz Laodegi Nationalpark) bei herrlichen Sonnenaufgang einen Tee genossen,

die  Schafhirten wärend des Frühstücks beobachtend die weite Landschaft genossen. Schafsherde auf ca. 800Tiere geschätzt. Auf etwas besserer, aber wirklich nur etwas besserer Straße weiter genn Osten. Wieder ein Straßen Phänomen erfahren, „wenn die Straße vom Feldweg in eine kaputte Teerstraße über geht und dann in eine neue Teerstraße, freu dich nicht zu früh dass es jetzt so bleibt. Es kann doch tatsächlich wieder zum kaputten Feldweg werden :-((((.

Im Kloster Bodbe durften wir dann leider nicht in der heiligen Quelle Baden, und uns von all unseren Gebrechen kurieren, was ein paar Russen vor uns gemacht hatten, da uns die Klosterfrau wohl angesehen hat, das wir nicht allzu sehr mit der Orthodoxen Kirche verbunden sind. Ich konnte noch glaubhaft versichern, das ich katholisch bin aber das sollte dann auch nicht ausreichen, um ins die Kühle Quelle hinter Ihrem Vorhang steigen zu dürfen. Haben uns dann mit dem Abfüllen des Wassers begnügt. Es war auf jeden Fall heilend frisch :-).

Kloster Bodbe

und alle aber auch alle sind in Georgien in den Bjarne vernarrt, buibui bui, da da da , dutsi dutsi dutsi und schnapp da ist er weg diesmal mit dem Russischen Opa

Kurzer Abstecher in das kleine Städtchen Sighnaghi, welches dank einiger Millionen Dollar Fördergelder der EU und Weltbank sich ein komplett neues Gesicht gegeben hat bzw. saniert wurde. Hat jetzt einen italienischen Touch bekommen und Busladungen von Touristen. Wir liessen auch ein paar Lari dort liegen.

einfach so herlich, was ohne TÜV so machbar ist

Schlafplatz am Lagodeshi Nationalpark Parkplatz, ein Kühles unheiliges Bad im Fluss sehr genossen und a leckere Georgische Brotzeit.

am Lagodegi Nationalpark schmeckt der Sand auch

das war so schön und nötig

alles echt BIO Georgisch, bestimmt

15.Mai ( Georgienreise „Bergfest“, Wanderung im Lagodeshi Nationalpark, fahrt Richtung Stepansminda NL: zweiter schönster Platz)
nach einem ausgiebigen Frühstück (wie eigentlich jeden Tag), kurz in die Nationalpark Station, ein paar Infos abholen, was so an Wanderungen machbar sind für uns. ,Dame in gutem Deutsch am Infoschalter „ohh sie haben ein Baby da bei, na dann ist es besser für sie, wenn sie nur die 30 min zum Fluss spazieren, der Weg zum Wasserfall ist nicht zu begehen, da zu steil und rutschig mit Baby und die Brücken und Flussübergänge sind unpassierbar weil es zu viel Wasser aus den Bergen und dem vielen Regen der letzten Wochen hat,…..“, Gedankenblase Paula und Gerhard „oh na ja dann laufen wir mal bis zu Fluss, vielleicht,…..“ Danke.
Im Nationalpark ist es tatsächlich wunderschön mit an zu sehen, wie kräftig und saftig und überschwänglich die Natur sein kann, wenn sich der Mensch nicht einmischt.

Wanderung zum Fluss in Begleitung eines „wilden“ „freien“ Hundes von uns genannt Guid

wir ham nen Übergang gefunden

Natur satttttttt

und satter. Oder doch den Weg verloren???

und Bjarne verschläft wieder alles

sogar den Schildkröten fund von Guid

und noch ne Flussüberquerung, jetzt schon etwas mutiger

und noch eine

und da war er der Wasser fall nach drei Stunden Flussabenteure

Da wo Wasser, muss Paula auch rein, da kennt di nix

Nach unserer abenteuerlichen Wanderung nochmal ein kühles Bad, und dann weiter Richtung Stepansminda. Das Dörfchen am Fuße des Kaspek 5033m. Diese fahrt steckt auch schon wieder voller Straßenabenteur, da die doch mal wieder einfach verschwunden war (Straße im deutschen Sinne). Nach 1h holperfahrt hatten wir dann dank unserer App „I-Overländer“ uns für einen Platz entschieden, den wir ansteuerten. Der Weg zu der Burgruine war steil und grenzwertig doch unser Bus hat sich fleißig hochgearbeitet und auf einmal standen wir mitten in einer wunderbaren Burgruine, fast alleine. Ein Pärchen aus Rußland war vor uns da und hat es sich schon gemütlich gemacht. Erst mal Burg erkunden, dann Abendessen zu unserem Bergfest zaubern. Ist ja jetzt genau die Hälfte unserer Reiße. Definitif zweit schönstes Nachlager.

sogar mit Toilette

das W bei dem C war etwas übertrieben, hätte ein P sein sollen

das ist nicht im Klo, sonder in der Kirche, fals bei jemandem der Gedanke aufkommen sollte

sie muss natürlch wieder überal rauf klettern

ich gebs zu die aussicht war ganz gut

Bergfest zur halbzeit unserer Reise

Spagetti, einfach herlich wo die überall kleben

16.Mai (holperfahrt bis Heerstraße, noch ne Burg anschauen, Stepansminda Wanderung zum Wasserfall, NL: auf Kuhwiese bei Stepansminda)
Die fahrt ging so abenteuerlich weiter wie sie gestern geendet hat, von neuem Teerbelag über 2km, Übergang auf Kiesweg ohne Schlaglöcher auf Feldweg mit morts Schlaglöcher, auf neuer Teerbelag 3km (mitten in den Bergen im nirgendwo) auf Kiesweg ohne Schlaglöcher, auf Schlammpassage im Feldweg auf kaputte Teerstraße bis zur Tankstelle die auf dem Feldweg steht (von wegen Ölabscheidung bla bla bla).

Unser gutster LT Bus arbeitet sich über den Pass im hohen Kaukasus auf 2985m nach Stepansminda. Auf dem Weg dort hin sammeln wir zweimal Anhalter ein, bis zum nächsten Dorf. Per Anhalter fahren klappt wohl noch richtig gut in Georgien.

An der Heerstraße gibts jedemenge Rusische Touris und den dazugehörigen Touriständen

kurz vorm Pass

einfach alles a bissl größer und weiter als im Allgäu. Sieht ma hald it auf dem Handyfoddo

Wir sind beeindruckt von dieser Schroffheit, Weite, Höhe dieser Berge. Alles a bissl wilder als im Allgäu. Noch eine kleine Wanderung zum nächsten Wasserfall an diesem Nachmittag,

Wem man alles begegnet, wenn da kein ordentlicher Fluss auf dem Weg kommt, furchtbar diese Russen

bei der suche nach einem Stellplatz nahe der Russischen grenze an ein paar komischen Gestalten vorbei die den Inhalt einens großen LKW in kleine Transporter entladen, nem total verwahrlosten, kranken, Hund noch ein altes Brot da gelassen und dann dank der App I-Overlender wieder einen ganz netten platz gefunden.

17.Mai (Wanderung zum Kaspek, und noch ne Kirche, Waschtag NL: Kuhwiese bei Stepansminda) nach dem die Kühe am morgen an unserem Platz vorbei gezogen waren, machten wir uns auf den Weg Richtung Kaspeck. Ganz besteigen konnten wir ihn nicht, da zu hätten wir 4 Tage, Steigeisen, Seil…., benötigt, aber dem Berg etwas näher kommen war auch schon ein Hochgebirgserlebnis bei bestem Wetter. Den Steinadler konnten wir heute nicht in der Thermik fliegen sehen, aber der hat sich uns ja gestern schon gezeigt. Über ein Kirchenburg sind wir zu vor auch nochmal gestolpert. Die wurde von Touris wieder regelrecht überrannt (kaum auszuhalten, wenn ich da ein Mönch oder was auch immer wäre, ich würde nur die Streng gläubigen rein lassen, die vorher auch noch beichten waren oder so, irgend wie hald selektieren). Die Wanderung war 3h ruf und 2,5h runter, die Knie waren danch wie Pudding. Meine natürlich. Paula fands schon auch anstrengen.

stark frequentierte Kirche, auf dem weg zum Kaspek Parkplatz

Bjarne wird wieder mal eineige Minuten geknuddelt und geduddlt

für meine Wadeln wars genz schön kernig und das ohne Bjarne auf dem Buckel

vor lauter langeweile im Rucksak neues Spiel gefunden, Hare als Zügel, das Pferd war aber etwas empfindlich

Bjarne war größer als der Kaspek

Faxen machen macht müde und kleiner als der Kaspek

Erdbeern on the Rocks

es gab noch viel mehr bilder als diese, die sicht war einfach zu gut und er Parkplatz herlich oder, fehlt eigentlich noch der Lift

so jetzt noch Wäsche waschen

baden

dann mit 120 sachen auf dem Lenkrad ins Restaurant zum Abendessen

Ach ja, die Dame von der Wanderer und Alpin auskunft wollte uns da acuhschon wieder nicht hoch lassen, zu steil und so. Also aufgemerkt, wenn man Infos will was man so machen kann in der Region, niemals mit Kind in auf dem Arm anfragen.

18.Mai (Wanderung mit Grenzkontakt, Buckelfrosch rettung, NL: Kuhwiese) heute sind wir auf der suche nach einer Wanderung in Juta glandet. ein kleines Dorf bei Stepansminda im Hochkaukasus in das wohl jede menge EU und Tschechische Gelder geflossen sind (ob die mal richtig verteilt wurden). Gleich zu beginn empfängt einen für das Dorf mit 20 Einwohnern riesige Gästezimmer Anlage. Wir hatten eine Rundwanderung geplant, wussten aber nicht, ob uns auf dem Weg Richtung Russland die Grenzposten passieren lassen, um unseren Rundweg über einen Pass zu vollenden. Daher sind wir zuerst in Richtung der Grenze gleaufen in der Hoffnung… ??? , das die heute nicht da sind oder so ???. Der Weg der mitten in die Georgisch, Russischen Täler führt war dann kein Wanderweg sondern ein Straßenbaustelle bei der einige Schmelzwasserschächte Betoniert wurden um das Wasser unter der Straße hindurch zu leiten. Leider waren diese so gebaut dass sie für die laichenden Frösche zum Gefängniss wurden. Da die Grenzsoldaten nun doch nicht im Urlaub waren oder Mittagsschlaf hielten, also die waren da und haben uns auch schon aus der ferne kommen sehen und heran gucken um uns klar zu machen, dass es hier nicht weiter geht ;-((. Aslo kamen wir an den Froschgefängnissen wieder vorbei und dachten, na dann bauen wir mal ein paar Froschtreppen, in der Hoffnung, dass die das kapieren, dass se jetzt wieder raus können. Am Ausgangspunkt angekommen, sind wir dann in die andere Richtung gelaufen und durften nach drei Stunden einen wunderschönen Klettergipfel bewundern.

Brücke zum Grenzposten mitten im nirgendwo

Deutlches hinweischild „Grenze“ Passport Control

da gehts net weiter

also Weg 1h zurück und

ein paar Froschtreppen bauen

frag mich was die Grenzer gedacht haben,die uns mit dem Fernglas beobachtet haben

hoffentlich spricht sich das bei denen rum, wies raus geht

no a paar Pferdl griasdi sagen

und dann anders herum zum Pass

da wo schnee weg, da frühling

Da wieder winter

so ein geiler Berg bei wahnsins wetter

besser mal bissl gesichtpflege betreiben gegen die Falten

Blick immer schön auf die Straße bei Böschung

und immer zwei hände ans Lenkrad

endlcih mal regen

19.Mai (Kuhhölen, Wasserfall, Fahrt nach Tiflis, NL: Parkplatz am „Bürgeramt“ Publik Service Hall) nach dem Kurzen spaziergang zu den Hölen die wie von unserem Stellplatz aus gesehen hatten, spazierten wir noch zu einem Wasserfall, den wir auch auf dem Weg zu unserem stellplatz gesehen hatten. Dieser entpuppte sich dann als hervorragende kühle guten Morgen Dusche. Eine wohltuende Erfrischung nach dem steilen zustieg und vor der fahrt nach Tiflis bei hochsommerlichen Temperaturen, 35 Grad). Beim Spaziergang durch die schöne Altstadt und einer Gondelfahrt zur Mutter von Georgien, einer Statue aufm Berg kamen wir noch in ein schönes Gewitter und an unserem Nachtlagerplatz wurde uns noch ein Schauspiel der besonderen Art geboten. Ein nicht aussterben wollende Spezies, vorkommen überwiegend in Westlichen ländern aber zu meiner verwunderung eben auch hier in Tiflies. So genannte, Testosteron geschwängerte PS oder Spoilerdeppen genannt. Ca. 20 solcher Wesen in ihren Fahrzeugen mussten auf dem vom Gewitterregen nassen, glatten Betonparkplatz Ihr PS zeigen. Es war einfach amüsant.

wo steht das Auto?

Hölen und paula oben drauf

innen drin Kuscheiße und Jesusbild

morgendliche Dusche

Passstr. von Georgien nach Russland „Heerstraße!“ mit Lawinentunnel zum teil mit Deutschen Kriegsgefangenen nach dem 2. Wltkrieg gebaut

bissl Schnee hats no kapt

hinter den hochglanz Fasaden in Tieflis

zum teil wunderschöne Holzbauten, aber hald nix gmacht

nach der Befreiung von Russland in Privatbesitz übergegangen, aber hald nix gmacht, schad gell

Die Mutter Georgiens „so was wie die Freiheitsstatue“

und das grandiose spektakel an unserem abendlichen Stellplatz, was haben wir gelacht.