Der Baum, der Bogen und Ich

Der Baum

Der Baum ist seit jeher ein Begleiter des Menschen, als Heiligtum verehrt, als Heilmittel gebraucht und sein Holz nützlich und kunstvoll verarbeitet. Während der Arbeit am Bogen lernt man den Baum und sein Holz näher kennen. Die Besonderheiten, die der Baum in seinem Äußeren und Inneren verkörpert, finden sich in der einzigartigen Einheit des Bogens wieder.

Der Bogen

Schon vor tausenden von Jahren wurde der Holzbogen von den Menschen eingesetzt. Und ein jeder kennt wohl aus seiner Kindheit die Faszination, die vom Bau und dem Abschießen eines „Flitzebogens“ ausgeht: die Anspannung des Bogens, der die Kraft der Muskeln speichert, und dann das Auslösen, bei dem die ganze Energie in einem einzigen Augenblick auf ein Ziel zugeht.

Die Bogenbau-Kurse sind für jeden geeignet der Freude am Holz hat oder diese entdecken möchte. In unseren Bogenbau-Workshops entstehen traditionelle Langbögen. Als Bogenbau-Hölzer verwende ich vorwiegend Esche, Robinie und Ulme.

Und ich

Darf ich mich vorstellen: Gerhard Wiedemann, Bogenbauer.
Ich lebe seit 2002 im aufregenden Berlin. Während der Ausbildung zum Arbeitstherapeuten kam ich 2003 im Schwabenländle zum traditionellen Holzbogenbau, welcher mich bis zum heutigen Tage nicht mehr losgelassen hat. Die Menschen, die ich in Berlin kennen gelernt habe, die mittlerweile zu Freunden geworden sind, inspirierten mich und gaben mir Mut, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. Somit bin ich seit 2006 selbständig als bogenbauender und schießender Überlebenskünstler.
Am Bogenbau fasziniert mich vor allem der Baum. Ich finde es immer wieder spannend ein Stück Holz mit Ästen und Windungen in den Händen zu halten, das so gar nicht wie ein Bogen aussieht. Wenn es sich dann unter meinen Händen wandelt, sich nach und nach biegen und zum Schluss schießen lässt, erfüllt mich dies immer wieder mit besonderer Zufriedenheit.